Aktuelles

Religiöses Leben Egalitärer Minjan

Vielfalt und Einheit – Ein Abend im Zeichen der Sichtbarkeit, Vielfalt und Gemeinschaft
Nach den Hohen Feiertagen, die der Egalitäre Minjan in der Aula des Philantropin und in der Sukka der Westend- Synagoge begangen hat, besuchte am 30. Oktober zu Kabbalat Schabbat Vorstandsmitglied und Kultusdezernent der Jüdischen Gemeinde, Dr. Daniel Korn, den Minjan. Begrüßt wurde er von dem im August neugewählten Vorstand des Fördervereins Freunde des Egalitären Minjan e.V., Guy Wiener, Dr. Esther Graf und Samuel Nascimento, sowie von Rabbinerin Prof. Dr. Elisa Klapheck und Chasan Daniel Kempin.

Mehr Sichtbarkeit für das liberale Judentum
Ein zentrales Thema des Abends war die Sichtbarkeit des Egalitären Minjan und des liberalen Judentums im Rahmen von Gemeindeveranstaltungen. Daniel Korn hielt fest, dass er sich als Vertreter aller Strömungen innerhalb der Einheitsgemeinde versteht und betonte, dass ihm die stärkere Präsenz des Egalitären Minjan ein wichtiges Anliegen sei. So wolle er sich dafür einsetzen, dass Rabbinerin Klapheck künftig ebenso wie ihre männlichen Kollegen zu allen repräsentativen Veranstaltungen der Jüdischen Gemeinde eingeladen wird, um die religiöse Vielfalt sichtbar zu machen.

Engagement für die nächste Generation
Auch die Sichtbarkeit des Egalitären Minjan in der Schule wurde angesprochen. Hier verwies Daniel Korn auf seinen Vorstandskollegen Marc Grünbaum, der beim 30-jährigen Jubiläum des Minjan eine eindrucksvolle und wertschätzende Rede gehalten hatte.

Offene Türen und gelebte Pluralität
Daniel Korn betonte, dass er jederzeit ansprechbar sei – nicht nur für den Vorstand, sondern auch für alle Mitglieder des Minjan. Seine zentrale Botschaft lautete: Er steht für die Pluralität der Gemeinde und unterstützt jede Form der Einheitsgemeinde. Es sei ihm eine Freude zu sehen, wie lebendig der Egalitäre Minjan sei und dass die egalitäre Betergemeinschaft stetig wächst.

Gemeinschaft in herausfordernden Zeiten
Abschließend hob Korn hervor, wie wichtig es gerade in der heutigen Zeit sei, dass die jüdische Gemeinschaft zusammenhält und sich gegenseitig unterstützt. Die positive Entwicklung des Egalitären Minjan unter dem Dach der Einheitsgemeinde sei ein ermutigendes Zeichen für gelebte Vielfalt, Offenheit und Solidarität.

Nach dem Kabbalat Schabbat Gottesdienst blieb auch noch genügend Zeit, um in entspannter Atmosphäre beim Kiddusch das Gespräch fortzusetzen und zu vertiefen.

Der Besuch von Daniel Korn hat eindrucksvoll gezeigt, wie wertvoll der Austausch und das Miteinander innerhalb der Jüdischen Gemeinde sind. Die Mitglieder des Egalitären Minjan blicken gestärkt und voller Vorfreude auf die kommenden Begegnungen und Projekte.

// Dr. Esther Graf
Mitglied des Vorstands des Fördervereins der Freunde des Egalitären Minjan

Vorstandsmitglied und Kultusdezernent der Jüdischen Gemeinde, Dr. Daniel Korn (3.v.l.), zu Besuch beim Egalitären Minjan in der Tages-Synagoge der Westend-Synagoge
Foto: Gemeindemagazin

 


Religiöses Leben Veranstaltungen des Rabbinats / Rückblick Chanukka

Chanukka beim Egalitären Minjan
Die 6. Kerze zündete der Egalitäre Minjan bei einer Chanukka-Feier für Klein und Groß. Bei einem „Karten-Buchstaben-Quiz“ mit Chasan Daniel Kempin hatten Kinder und Erwachsene gleichermaßen Spaß und bei dem gemeinsamen Kerzenzünden haben die mitgebrachten Channukiot kaum gereicht. Einem kurzen Abendgottesdienst folgte eine festlicher Kiddusch und ein Schiur von Rabbinerin Elisa Klapheck über die Interpretation des Chanukka-Festes im Talmud und in den späteren Überlieferungen.

Mit dem Besuch der „Schalom-Singers“ endete die Feier mit gemeinsamem Singen von Chanukka-Liedern. Eine besinnliche Feier an einem kalten Dezemberabend.

// Egalitärer Minjan

Chanukka 2025 – Eindrücke

Rabbinerin Elisa Klapheck und Chasan Daniel Kempin zünden die 6. Chanukka-Kerze an.

Chanukka 2025 – Eindrücke

Kaum Platz für mehr Chanukkiot – das Kerzenzünden ist für Kinder ein ganz besonderes Erlebnis.

Chanukka 2025 – Eindrücke

Singen und beten. Der Egalitäre Minjan der Jüdischen Gemeinde Frankfurt feierte das Chanukka-Fest mit dem Anzünden der 6. Kerze.

Chanukka 2025 – Eindrücke

Singen und beten. Der Egalitäre Minjan der Jüdischen Gemeinde Frankfurt feierte das Chanukka-Fest mit dem Anzünden der 6. Kerze.

Fotos: Gemeindemagazin